Chronik


03. Oktober 1803
Eine Verordnung der kurpfalzbaierischen Landesdirektion München weist an, dass "eine Auslichtung der Waldungen an den Chausseen auf 112 Schuh und die Überlassung der ausgelichteten Plätze an Cultuslustige anbefohlen" werden soll (ein Schuh war übrigens ein Längenmaß von 0,29186 m). Dieses geht aus den sog. "Ankunftsbriefen" für die Kolonisation von Großberg 1806 hervor.
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10. Oktober 1804
Gründung des Ortes, dokumentiert in den Kirchenbüchern der Pfarrei Hohengebraching. Das Dorf wurde damals nach dem Waldstück "Argle" genannt.
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1805
Änderung des Dorfnamens in "Hazziberg", benannt nach Joseph Hazzi, "Kurpfalzbairischer Generallandesdirektionsrat". Dieser Name setzte sich jedoch nicht durch und verschwand bereits nach einem weiteren Jahr wieder.
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August 1806
In den Kirchenbüchern von Hohengebraching ist ab diesem Zeitpunkt der Ortsname "Großberg" dokumentiert. Großberg ist zu dieser Zeit ein Straßendorf mit 24 Häusern und 96 Einwohnern und liegt in etwa auf 378 bis 437 m über NN.


April 1809
Während des 5. Koalitionskrieges (Napoleonische Kriege) war auch Großberg (neben Abensberg, Teugn/Hausen, Eggmühl und Regensburg) Kriegsschauplatz zwischen Franzosen und Österreichern.


1887
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Großberg
Bereits ca. 80 Jahre nach der Ortsgründung war der Bürgersinn schon soweit gestärkt, dass sich ein Verein zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung, nicht nur im Brandfall, gegründet hat. Genaue Unterlagen zur Gründung sind leider aufgrund der Kriegswirren nicht überliefert worden. Nur auf der 1912 geweihten Fahne steht: "gegründet 1887".

Zu diesem Zeitpunkt war Großberg in etwa auf 32 Häuser mit ca. 173 Einwohnern angewachsen.

05. Mai 1889
Eintragung des Feuerwehrvereins in das Verzeichnis des Bezirks-Feuerwehr-Verbandes Stadtamhof.

1906
Bau der ersten Wasserleitung im Ort , einschl. eines 40m³ Wasserhochbehälter neben der heutigen Marchnerstraße / Einmündung Heinrichstraße. Dort stand auch das erste Feuerwehrgerätehaus. Die damalige Ausrüstung bestand aus mehreren Handdruckspritzen, Einreißhaken und Leitern.

1912
Der Verein war stetig gewachsen und erfreute sich auch zahlreicher Mitglieder, so dass zum 25-jährigen Gründungsfest die erste Vereinsfahne geweiht werden konnte. Diese Fahne hat die Kriegswirren des 2. Weltkrieges nur überlebt, weil sie ein Mitglied in einem alten Heuschober versteckt hatte.


1921/1934
Photographien aus diesen Jahren belegen die große Mannschaftsstärke und die Einsatzbereitschaft der aktiven Mitglieder.

 

1952
Renovierung des Feuerwehrgerätehauses von 1906. Die Gemeinde bekam damals einen finanziellen Zuschuss vom Landkreis in Höhe von 200 DM.

1963
Bau einer neuen Wasserleitung zusammen mit den Orten Pentling und Graß. Das weithin sichtbare Zeichen ist der heute noch in Betrieb befindliche Wasserturm. Durch diese neue Leitung konnte die Löschwasserversorgung innerhalb des Dorfes erheblich verbessert werden.

28. Juni 1964
Feierliche Weihe der zweiten Fahne in der neu errichteten Kirche St. Heinrich und Kunigunde (erbaut 1962 bis 1964).

1967
Weitere maschinelle Aufrüstung der Wehr: Die Handdruckpumpen werden durch eine neuartige Tragkraftspritze TS 8/8 Magirus ersetzt.

Die Pumpe wurde zusammen mit den Wasserentnahme-, Förder- und Löschgeräten auf einem Anhänger TSA transportiert. Die Finanzierung erfolgte damals schon durch die Gemeinde Großberg.

1968
Von der Gemeinde Großberg wurde an das Gemeindehaus ein Rathaus mit angegliedertem Feuerwehrdepot angebaut und 1969 eingeweiht.

September 1973
1. Herrengruppe legt Prüfung zum Leistungsabzeichen "Bronze" ab.

1978
Im Zuge der Gemeinde-Gebietsreform des Freistaates Bayern wird die Gemeinde Großberg in die Einheitsgemeinde Pentling eingeschlossen. 1972 schlossen sich schon die Gemeinden Großberg, Graßlfing und Matting zusammen. Insgesamt entstand 1978 aus sieben ehemals selbständigen Gemeinden die Einheitsgemeinde Pentling.

1978
Seit der Gebietsreform und Verlegung der Gemeindeverwaltung zu einer Gemeinsamen nach Pentling nutzt nun die Feuerwehr (zusammen mit anderen Vereinen) das gesamte Gebäude in der Heinrichstraße 83. Der ehemalige Sitzungssaal wird so z.B. als Schulungsraum speziell für den Nachwuchs genutzt.

August 1978
1. Damengruppe legt Prüfung zum Leistungsabzeichen "Bronze" ab.

1979
Indienststellung des ersten Fahrzeugs, eines Tragkraftspritzenfahrzeuges TSF, Fabrikat FORD Transit mit 75 PS.

August 1981
1. Jugendgruppe legt Prüfung zum Bayerischen Jugendleistungsabzeichen ab.

1985
Die erste Vereinsfahne aus dem Jahre 1912 wurde mit erheblichen, vereinseigenen finanziellen Mittel restauriert.

Juli 1986
1. Herrengruppe legt Prüfung zum Leistungsabzeichen "Gold - Rot" ab.

14. Juni 1987
Ausflug der Feuerwehr zur Fahnenweihe nach Halsheim / Unterfranken. Beginn einer bis heute andauernden und durch viele gemeinsame Aktivitäten gestärkten freundschaftlichen Beziehung.

September 1989
1. Jugendgruppe legt Prüfung zur Deutschen Jugendspange ab.

September 1991
1. Damengruppe legt Prüfung zum Leistungsabzeichen "Gold - Rot" ab.

1992
Verlegung der Sirene vom Anwesen Weitzer auf den Schlauchturm des Gerätehauses. Zur Unterstützung wird die sog. "Stille Alarmierung" eingeführt (Meldeempfänger ("Piepser") am Mann).

17. April 1996
Gründung des Kreisfeuerwehrverbandes und Beitritt der Feuerwehr Großberg.

Juli 1999
Ersatzbeschaffung einer neuen Tragkraftspritze TS 8/8, Fabrikat "Ziegler Ultra Power" (tragbare Feuerwehrpumpe mit 50 PS-Polo-Motor). Dadurch wurde die Leistungsfähigkeit der Wehr erneut gesteigert und den Erfordernissen der Zeit angepasst.

September 2009
Ersatz des 30 Jahre alten Fahrzeuges durch ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug TSF, Fabrikat VW Crafter mit 136 PS Dieselmotor, im Wert von ca. 100.000,- €. Das Fahrzeug ist mit den modernsten Gerätschaften bestückt, so enthält es u.a. auch vier Atemschutzgeräte. Die moderne Ausrüstung garantiert für die Retter hohe Sicherheit und eine schnelle Rettung für die Betroffenen.

10. Mai 2011
Eintrag der Feuerwehr ins Vereinsregister beim Amtsge- richt Regensburg. Ab diesem Zeitpunkt heißt der Verein "Freiwillige Feuerwehr Großberg e.V."

22. Mai 2011
Kirchliche Segnung der Fahne von 1964, die aufgrund größerer Schäden am Stoff (Seidensamt) mit erheblichen finanziellen Mitteln des Vereins grundlegend restauriert wurde.

14. - 15. Juli 2012
125-jähriges Gründungsfest



1) aus "Großberg, Geschichten und Gegenwart", März 1976